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Sichuan: Handwerkstatt für die jungen Tibeter
    Datum:2017-01-22 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Zurzeit entwickelt sich die Ausbildung für das tibetische Handwerk, darunter die Anfertigung von Thangka, tibetischen Trachten, Steinschnitzereien und tibetischem Weihrauch, in einer kleinen abgelegenen Gemeinde in der Provinz Sichuan dynamisch. Dies bietet Hunderten jungen Tibetern hier Zukunftsmöglichkeiten an.

 

 

Der 23-jährige Rongying lernt nun im Kreis Zamtang im Autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang in der Provinz Sichuan Thangka-Malen. Zuvor war er als Wanderarbeiter in verschiedenen Städten in Sichuan, Jiangxi und Guangxi tätig. Als er gehörte hatte, dass es die Chance gab, das Thangka-Malen kostenlos zu lernen, zögerte er keinen Augenblick. Seit seiner Ankunft hier sind schon drei Jahre vergangen. „Sobald ich das Thangka-Malen erlernt habe, kann ich in Zukunft entweder als Lehrer tätig sein oder selbst Thangka-Bilder malen. Die Schule kann auch beim Verkauf helfen. Es ist viel besser als der Anbau von Kartoffeln und Mais zuhause, durch den man jährlich nur 700 bis 800 Yuan verdienen kann. Man hat dann noch das Problem zu verhindern, dass die Affen und Wildschweine das Getreide fressen“, sagte Rongying.

 

 

Die Schule, die das Schicksal von Rongying geändert hat, wurde im Jahr 2009 gegründet. Damals richtete Gyayang Lozhu, der stellvertretende Vorsitzende des Kreiskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes Zamtang, einen Kurs für das Thangka-Malen ein, um bei der Beschäftigung der lokalen Jugendlichen zu helfen. Acht Jahre sind seitdem vergangen. Der Kurs hat sich zu einer Verbreitungsbasis mit über 400 Menschen entwickelt. Schüler können hier traditionelle Technologien in mehreren Bereichen gratis lernen, darunter Thangka, tibetische Trachten und tibetische Medizin. Jetzt gibt es im Kreis Zamtang schon zehn solche Schulen, die Handwerk, Musik, Medizin und Oper abdecken.

 

Zamtang ist ein typischer armer Kreis in den tibetischen Regionen. 2013 betrug das Pro-Kopf-Jahresnettoeinkommen der lokalen Bauern und Viehhirten nur 3600 Yuan. Der Aufschwung der Schulen ließ die Regierung des Kreises Zamtang erkennen, dass die traditionelle Kultur ein Durchbruch für die gezielte Armutsbekämpfung sein kann. „Die wertvollste Ressource Zamtangs ist die spezielle tibetische Kultur. Um die Armut zu bekämpfen, sollten wir Zeit und Mühe für die Kultur aufwenden“, sagte der Vizesekretär des Parteikomitees des Kreises Zamtang, Targyai.

Mittlerweile hat die Regierung des Kreises Zamtang die Subventionen für die zehn Schulen in den Finanzhaushalt aufgenommen. Je nach Größe der jeweiligen Schule bietet die Regierung den Schulen jedes Jahr 10.000 bis 50.000 Yuan Subventionen an. Alle Schulen sind kostenlos für die Schüler offen. Während der Ausbildung bekommt jeder Schüler eine Subvention von 300 Yuan pro Monat.

Darüber hinaus hat Zamtang mehr als 20 Millionen Yuan investiert, um einen Existenzgründungspark für die Verbreitung des immateriellen Kulturerbes zu schaffen. Die in den Schulen hergestellten Produkte können im Existenzgründungspark eigene Marken bilden und konzentriert auf den Markt gebracht werden. Nach dem Abschluss können die Schüler im Existenzgründungspark einen Laden eröffnen oder arbeiten.

Quelle: Xinhuanet.com

(Editor: Soong)

 
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