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Reisebericht: Sêrtar – Ein goldenes Pferd im ewigen Eis (Teil 2)
    Datum:2017-03-17 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Wegen der natürlichen und historischen Bedingungen bleibt die gesellschaftliche Entwicklung von Sêrtar auf einem niedrigen Niveau. Die Religion hat noch einen großen Einfluss. Die Menschen hier glauben an Legenden. Die Geschichten von Gesar werden überall verbreitet. Die Relikte von Gesar sind überall zu sehen. Die Menschen hier respektieren das Leben und schätzen ihren Glauben hoch. Die Hauptfarbe hier ist rot. Die Klöster sind rot, die Wohnhäuser sind rot, die Mönchskleidung ist rot, die Trachten der Viehhirten sind rotorientiert und sogar die Gemeinden sind rot. Wenn die Menschen alt werden, ruhen sie sich nicht neben dem Ofen aus, sondern gehen ins Kloster, um zu pilgern. Deswegen gibt es in der Nähe von fast jedem Kloster eine Siedlung von Gläubigen. Um das Pilgern der alten Familienangehörigen zu erleichtern, wird ein Haus in der Nähe des Klosters gebaut. Daher werden die Siedlungen um die Klöster immer größer. Mönche, alte Menschen und ihre Familien wohnen gemischt darin. Es haben sich viele kleine Wohnviertel gebildet.

 

Sêrtar befindet sich im Grenzgebiet der Provinzen Sichuan und Qinghai zwischen Amdo und Kham. Aus jeder Richtung gesehen liegt es sehr weit von den zentralen Städten entfernt. Bis nach Kangding, der Hauptstadt seines eigenen autonomen Bezirks, sind es mehr als 440 Kilometer, noch mehr bis nach Chengdu, Xining, Lhasa und Kunming. Bis zu den 1950er Jahren herrschte hier noch ein Stammsystem. Der Chef des Stamms Waxu war der tatsächliche Herrscher. Keine Regierung hat früher eine effektive Verwaltung in dieser Region durchgeführt. Von Aufbau konnte keine Rede sein. Als die Vorbereitungsinstitution für die Kreisgründung im Jahr 1952 ankam, gab es hier nur etwas über 30 weiße und schwarze Zelte. 1956 wurde auf dem Standort der heutigen Kreisstadt das erste ebenerdige Haus in Stein-Holz-Struktur gebaut.

Vielleicht weil sich Sêrtar weit weg von großen Städten befindet und die Gebirgsgegend verschlossen ist, haben viele Klöster in Sêrtar eine große Fläche. Allerdings gibt es fast keine Bauplanung. Die Klöster sehen unordentlich aus. Die meisten von ihnen gehören zur Nyingma-Schule. Im Vergleich zur Gelug-Schule ist die Personalverwaltung nicht so streng. Deswegen gibt es zwei Arten. Für den dezentralisierten Typ gibt es im großen Kloster tatsächlich wenige Menschen. Zum Beispiel besetzt das Jin´e-Kloster fast eine Seite des Bergs und verfügt über nur etwa 100 Mönche. Die Mönche treffen im ganzen Jahr nur bei den vier großen Ritualen zusammen. Sonst arbeiten die meisten von ihnen zu Hause oder lesen in den Dörfern für die Bürger Sutren vor. Der andere ist der zentralisierte Typ wie die buddhistische Schule für fünf Fachrichtungen im Kloster Larong. Sie befindet sich in einem Tal. Menschen aus allen Richtungen strömen hierher. Es gibt Mönche, die die buddhistischen Lehren studieren, Nonnen, die die buddhistischen Übungen machen, alte Menschen, die dort wohnen, Menschen, die bei Verwandten oder Freunden Unterschlupf suchen, und Gäste, die dort Wohnräume mieten. Viele neugierige Touristen waren überrascht über die großartige Szene an der buddhistischen Schule für fünf Fachrichtungen, weil sie ganz anders als ihre Vorstellungen über die tibetischen Regionen ist.

 

Die Touristen und die sich davon ausschließenden Menschen wissen nichts über die Personalstruktur im Kloster und die Prinzipien der Übungen. Sie kümmern sich auch nicht um beschädigte Dächer, Abfälle und das Abwasser, die Lebens- und Trinkwassersicherheit, den Ausbruch von Epidemien und die Gefahr der Störung der öffentlichen Sicherheit. Noch schlimmer ist, dass das Benutzen von Strom, Gas und Feuer zu jeder Zeit für einen Brand sorgen kann. Die Konsequenz ist unvorstellbar. Den riesigen Klöstern begegnen manche Leute mit Neugier, manche schauen zu, manche bestaunen sie anerkennend, manche haben Abscheu, manche haben Sehnsucht danach und manche lehnen sie ab. Man sollte sowohl den Glauben als auch das Leben respektieren. Darüber hinaus sollte man sich um die schwachen Menschen sorgen, die hierherkommen, um Zuflucht zu nehmen. Dafür sind objektive und vernünftige Kenntnisse, ehrliche und kulturelle Gemütsstimmungen sowie dringende Verwaltungsmethoden nötig.

(Editor: Soong)

 
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Tibet Menschenrechte
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