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Dorfgeschichten in Tibet
    Datum:2015-11-19 Quelle: China Tibet Online Autor:  

50 Jahre sind für Tibet nur ein kurzer Moment. Aber diese 50 Jahre bedeuten für einige Generationen Tibeter, dass sie einiges durchmachten, was ihre Ahnen nie erlebten. In dieser Zeit in der alles immer höher und schneller gehen muss, ist das Tibet in ihren Augen ein bedächtiger naturbelassener Ort in dem die Hoffnung fließt.

Im September 2004, 10km nördlich von Gamxung, Autonomes Gebiet (AG) Tibet, auf 4700m Höhe. Ein alter Tibeter blickt auf eine Eisenbahnbaustelle in der Ferne. Der alte Mann versteht kein Chinesisch, deshalb konnten wir seinen Namen nicht erfahren. Wir wissen nur, dass er und seine Nachbarn den Arbeitern oft selbstgemachte Milchprodukte auf die Baustelle brachten. Auf der Baustrecke der Qinghai-Tibet-Eisenbahnstrecke wurden die Arbeiter von Tibetern oft ähnlich begrüßt.

Im Dezember 2014 im Samdrupling-Tunnel der Sichuan-Tibet-Eisenbahnstrecke zwischen Lhasa und Nyingchi auf 3600m Höhe. Eine Tibeterin überreicht dem an der Konstruktionsanfangszeremonie teilnehmenden Jugendkommando einen Hada-Schal. Der Samdrupling-Tunnel liegt im Südtibettal zwischen dem Tangula-Gebirge und dem Himalaya in schwer zugänglichem Gelände. Der Tunnel ist eins der schwersten Bauprojekte der Sichuan-Tibet-Strecke. Die Eisenbahnstrecke soll die schlechte Verkehrsanbindung Osttibets verbessern.

Dezember 2011, in Gyigyab, Chawu, Lhatse, AG Tibet auf 4900m Höhe. Der Dörfler Palden Tsedrup schaltet zum ersten Mal in seinem Haus elektrisches Licht an. Vorher hatten Elektriker des Tibet-Entwicklungsprogramms im Dorf ein dürftiges Elektrizitätsnetz aus Windkraftwerken, Solarzellen und Batterien gebaut, womit das Dorf im Zeitalter der Elektrizität angekommen ist.

Mit Strom ist das Leben bunter. Der Dorfchef Blogros hat aus dem Nachbardorf Fernseher und DVD-Spieler ausgeliehen, so dass nun die Dorfkinder gerne tibetische Fernsehprogramme ansehen und auch die Erwachsenen drücken in gebrochenem Chinesisch ihre Freude aus: "Augen... äh... sind befreit!"

Im Dezember 2014 im Dorf Lalung in Zangri, Lhokha, auf 4300m Höhe. Der Dörfler Tsewang holt das Geschirr raus, um dem zum Reparieren gekommenen Elektriker Buttertee anzubieten. Lalung ist weit ab vom Schuss was eine Stromnetzabdeckung erschwert. Hier wurde über viele Jahre die ursprüngliche Lebensart bewahrt.Vor zwei Jahren haben Elektriker in den Häusern Photovoltaikanlagen installiert, wodurch die elektrische Butterteemaschine ein Muss für jeden Dörfler wurde.

August 2015, Gonggar, Lhokha, auf 3600m Höhe. Die Mutter des Tibetermädels Dekyi zeigt dem zu Besuch kommenden Lehrer das Gerstenfeld. Letztes Jahr wurde Dekyi von der Drei-Schluchten-Uni angenommen. Sie gehört zur ersten Runde Studenten eines Programms, das Studenten umsonst studieren lässt, sie sich im Gegenzug dazu aber für bis zu 6 Jahre verpflichten bei einer bestimmten Firma im unterentwickelten Gebiet zu arbeiten. Die Drei-Schluchten-Uni plant jährlich 30 bis 50 Tibeter durch dieses Programm aufzunehmen und den Studenten regelmäßige Heimreisen zu ermöglichen.

August 2010, Xainyar-Grundschule, Nyima, Nagqu, auf 4800m Höhe. Ein Tibetermädchen in der fünften Klasse bekommt ein Geschenk fürs neue Semester. Die chinesische Ölfirma CNOOC fördert die Xainyar-Grundschule mit ihren über 200 Schülern.

Februar 2012, Jiali, Nagqu, auf 4500m Höhe. Die junge Mutter Dorje Ngodrup hält ihr gerade neun Monate altes Kind. Wegen dem schlechten Klima war ihr Kind stark erkrankt und der Entwicklungprogramms-Beamte des Dorfs fuhr fünf Stunden durch die Nacht, um das Kind ins Krankenhaus Lhasa zu bringen, wo es vor dem Tod gerettet werden konnte. Die Entwicklungsprogramms-Beamten auf den Dörfern werden aus den besten Beamten des Entwicklungsprogramms zusammengestellt, um Dorfbewohnern bei Problemen mit Trinkwasser, Verkehr, Bildung, Krankenpflege usw. zu helfen. Sie sind eine wichtige Kraft des Tibet-Entwicklungsprogramms.

 
 zum Thema:
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