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Geschichte: Wie regierten Chinas Kaiser im 17. Jahrhundert Tibet
    Datum:2015-12-11 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Im Jahr 1709 sandte der Kaiser Kangxi (1654-1722) der Qing-Dynastie (1644-1911) Regierungsbeamte nach Tibet, um dem König Tibets dabei zu helfen, die regionalen Angelegenheiten zu verwalten. 1713 gab der Kaiser dem Panchen Lama den Titel „Panchen Erdeni“ und erkannte seine Herrschaft im Bezirk Shigatse an. Damals hatte die Zentralregierung das völlige Recht, die lebenden Buddhas und die Regierungsbeamten in Tibet einzustellen und zu entlassen. Zum Beispiel wurde der Titel des 6. Dalai Lama vom Kaiser Kangxi abgesetzt.

Wandmalerei im Potala-Palast:Der Qing-Kaiser traf den 5. Dalai Lama

Im Jahr 1728 richtete der Qing-Kaiser Yongzheng (1678-1735) das Amt für den in Tibet stationierten Hochkommissar ein. Dieses Amt war für die in Tibet stationierten Truppen und die lokalen Administrationen zuständig. 1751 richtete der Qing-Kaiser Qianlong (1711-1799) „Kashag“ – die lokale tibetische Regierung – ein und setzte fest, dass die lokale Kashag-Regierung für alle wichtigen administrativen Angelegenheiten, die Einstellung und Entlassung von Beamten sowie das Verlegen der tibetischen Truppen den Dalai Lama und den in Tibet stationierten Hochkommissar um Instruktionen nachsuchen musste.

Im Jahr 1792 verstärkte die Zentralregierung die Verwaltung der lokalen tibetischen Regierung weiter, indem sie die Stellung und die Kompetenzen des in Tibet stationierten Hochkommissars festlegte: Er sollte die Angelegenheiten innerhalb Tibets umfassend überwachen und leiten sowie die auswärtigen Angelegenheiten Tibets einheitlich behandeln. Außerdem wurde geregelt, dass die Reinkarnationen des Dalai Lama, des Panchen Lama und der großen lebenden Buddhas in verschiedenen Regionen durch die Losziehung aus der Goldenen Urne bestimmt werden müssen, um zu vermeiden, dass verschiedene Faktionen aus ihren eigenen Interessen die Reinkarnation manipulierten. Die Losziehung aus der Goldenen Urne musste von dem in Tibet stationierten Hochkommissar überwacht werden. Der Kaiser musste über das Ergebnis informiert werden und die Reinkarnation zuerst ernennen, und dann durch die Vergabe des Goldheftes und -stempels anerkennen. Die lokalen tibetischen Beamten mussten auch auf die kaiserlichen Dekrete hin eingestellt und entlassen werden. Alles in allem hatte die Qing-Regierung die direkten Zuständigkeiten für die Systeme, das Militär, die Justiz und Finanzen, die Grenzverteidigung, den Frondienst sowie die auswärtigen Angelegenheiten Tibets.

 
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