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Vier wichtige Ereignisse in den letzten 65 Jahren in Tibet
    Datum:2016-04-14 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Im diesen Jahr ist der 65. Jahrestag der friedlichen Befreiung Tibets. Neulich hat der chinesische Journalistenverein Xiangmin LIAN, Direktor und Forscher des Instituts für zeitgenössische Studien des chinesischen Tibetologiezentrums, sowie Kelzang Drolma, Forscher des Instituts für Gesellschaft und Wirtschaft des chinesischen Tibetologiezentrums, zum Austausch zum Thema des 65-jährigen Jubiläums der friedlichen Befreiung Tibets mit ausländischen Reportern in Beijing, Journalisten aus Hongkong, Macau und Taiwan in Beijng, Beamten der Presseabteilungen ausländischer Botschaften sowie chinesischen Journalisten eingeladen. Auf dieser Veranstaltung haben sie Fragen zu diesem Thema beantwortet.

Xiangmin LIAN hat zusammengefasst, wie sich Tibet in den letzten 65 Jahren von einer Leibeigenschaft mit Merkmalen des Cäsaropäpismus zur sozialistischen Gesellschaft mit chinesischen Besonderheiten entwickelt und sich somit dem Fortschritt der Welt angepasst hat. Überdies hat er eine Zusammenfassung der vier wichtigen Ereignisse, die die Entwicklung Tibets beeinflusste, aufgestellt: Die friedliche Befreiung Tibets im Jahr 1951, die demokratische Reform Tibets im Jahr 1959, die Gründung des Autonomen Gebiets Tibet im Jahr 1965 und die Einführung der Reform- und Öffnungspolitik in Tibet im Jahr 1978.

 

Betrachtung der Entwicklung Tibets mit Daten

Der demografische Wandel und die Veränderung der durchschnittlichen Lebenserwartung der Bevölkerung seien als Beispiel zu nehmen: Die Bevölkerung in Tibet ist von 1 Million bei der friedlichen Befreiung auf 3,18 Millionen im Jahr 2015 angewachsen. Auch in diesem Zeitraum ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung von 35 auf 68 gestiegen.

Wenn man das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und das Pro-Kopf-Einkommen als Beispiel nimmt, betrug das BIP kurz nach der friedlichen Befreiung lediglich etwas über 100 Millionen Yuan (rund 13,6 Millionen Euro), während das BIP nach den neuesten Daten des Jahres 2015 schon 100 Milliarden Yuan (etwa 13,6 Milliarden Euro) überstiegen hat. Des Weiteren beträgt das jährliche Pro-Kopf-Einkommen durchschnittlicher Landwirte Tibets mehr als 8000 Yuan (ca. 1086 Euro).

Betrachtet man das Bildungswesen, ist Tibet das erste Verwaltungsgebiet unter allen Verwaltungsgebieten Chinas, in dem die 15-jährige Schulpflicht eingeführt worden ist. Ferner beläuft sich die durchschnittliche Pro-Kopf-Bildungsdauer auf 8,8 Jahre. Überdies waren vor 65 Jahren über 90 % der Einwohner Analphabeten, während die Analphabetenrate der jüngeren Einwohner heutzutage schon auf 0,52 % gefallen ist.

 

Fragen, die die Reporter und Journalisten interessierten

Crntt.com: Wie kann Tibet vor dem Hintergrund der staatlichen Strategie „Ein Band, eine Straße“ eigene regionale Vorteile zur Geltung bringen? Wie fördern die Zentralregierung und die Lokalregierung Tibets die Kooperation sowie den Austausch zwischen Tibet und Südasien?

Experte: Die sechste Sitzung zur Tibet-Arbeit des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) betonte, dass Tibet zu einem wichtigen Kanal der Öffnung Chinas gegenüber Südasien gemacht werden solle. Dies ist die Positionierung Tibets durch den Staat. Konkrete Maßnahmen: Erstens wird der Ausbau der Handelsstellen wie Zham, Yadong, Burang, Riwu, Gyirong etc. gefördert; zweitens wird das Verkehrswesen mit allen Kräften weiterentwickelt; drittens wird das Anlocken von Investitionen und Geschäftsleuten intensiver durchgeführt. Das Mitarbeiten der südasiatischen Länder ist unentbehrlich für die Öffnung Tibets nach außen. Wir hoffen, dass alle mitwirken, damit ein beiderseitiger Nutzen erzielt werden kann.

 

Reporter von Phoenix Satellite Television: Wie sehen Sie die regen Aktivitäten des Dalai Lama in der letzten Zeit aus?
Experte: Der 14. Dalai Lama betreibt separatistische Aktivitäten gegen China, seit er 1959 Tibet verlassen hat. Diese haben in den letzten Jahren nur zugenommen. Zu betonen ist, dass der Dalai Lama immer wieder „religiöse Besuche“ gemacht hat, nachdem er 2011 seinen politischen Rücktritt erklärt hatte. Im Hinblick auf seine Worte sowie seine Taten ist er ein politischer Lama durch und durch. Als Tibetologe hoffe ich, dass der 14. Dalai Lama so früh wie möglich zu seiner politischen Einstellung vor 1959 und auf die Seite des tibetischen Volkes zurückkehren kann.

Reporter von TOKYO Web: Welche Maßnahmen zur Nutzung der tibetischen Sprache in Bildungsstätten haben die Zentral- und Lokalregierung Chinas ergriffen?

Experte: In Tibet gibt es den Fachausschuss der tibetischen Sprache, der allen Unternehmen, Behörden, Einrichtungen o. Ä. Hinweise zur Nutzung der tibetischen Sprache gibt. Offizielle Dokumente Tibets und gar die Dokumente des Nationalen Volkskongresses (NVK) sowie der Politischen Konsultationskonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) sind zweisprachig, und zwar auf Tibetisch und Chinesisch. Das „Gesetz über nationale Gebietsautonomie“ schreibt vor, dass in den Gebieten der nationalen Minderheiten Chinesisch und die jeweilige Sprache der Minderheit benutzt werden müssen. Einerseits wird das Chinesische genutzt, das nicht als Sprache der Han-Chinesen fungiert, sondern als Amtssprache des Staates, andererseits ist die Sprache der Volksgruppe des autonomen Gebiets ebenfalls eine Amtssprache. In Tibet fängt die bilinguale Bildung in der Grundschule an.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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