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Warum verstarben die Dalai Lama meistens schon im jungen Alter?
    Datum:2015-10-28 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Der Dalai Lama gilt als der wiedergeborene Rinpoche des tibetischen Buddhismus. Nachdem der mongolische Khan im 13. Jahrhundert den Titel verliehen hatte, gibt es den Dalai Lama mit der Existenzform der Reinkarnation, was als das Reinkarnationssystem des Dalai Lama bezeichnet wird. Bis heute ist es bereits die 14. Reinkarnation des Dalai Lama. Aufzeichnungen zufolge hat der nun ins Ausland exilierte 14. Dalai Lama unter den 14 Reinkarnationen das längste Leben. Die Lebenslänge der anderen Reinkarnationen war wie folgt: Der 1. Dalai Lama Gendün Drub 84 Jahre, der 2. Dalai Lama Gendün Gyatsho 67 Jahre, der 3. Dalai Lama Sönam Gyatsho 46 Jahre, der 4. Dalai Lama Yönten Gyatsho 28 Jahre, der 5. Dalai Lama Ngawang Lobsang Gyatsho 66 Jahre, der 6. Dalai Lama Tshangyang Gyatsho 24 Jahre, der 7. Dalai Lama Kelsang Gyatsho 50 Jahre, der 8. Dalai Lama Jampel Gyatsho 49 Jahre, der 9. Dalai Lama Lungtog Gyatsho elf Jahre, der 10. Dalai Lama Tshülthrim Gyatsho 22 Jahre, der 11. Dalai Lama Khedrub Gyatsho 18 Jahre, der 12. Dalai Lama Thrinle Gyatsho 19 Jahre und der 13. Dalai Lama Thubten Gyatsho 58 Jahre.

Daraus ergibt sich, dass der 4., 6. sowie 9. bis 12. Dalai Lama sehr früh im jungen Alter gestorben sind. Ist es ein Zufall, dass so viele Dalai Lama im jungen Alter das Nirvana machten? Dies ist auf das Regentschaftssystem Tibets zurückzuführen.

 

Heilige Pagode des 5.Dalai Lama

Der Dalai Lama verfügt über die höchste religiös legitimierte und irdisch politische Macht. Sobald ein Kind als das Seelenkind des vergangenen Dalai Lama bestätigt wird, wird seine ganze Familie davon profitieren und eine Auszeichnung bekommen. Normalerweise sind die Seelenkinder sehr jung. Deswegen hat sich nach dem 5. Dalai Lama allmählich eine Tradition gebildet, wonach die Kinder nach der Bestätigung als Seelenkinder an der  Sitringasol-Zeremonie teilnehmen, die Klostergelübde ablegen und mehrere Jahre lang die buddhistischen Lehren üben sollen, um bis zum 18. Lebensjahr die Regierung selbst übernehmen zu können. Manche Gelehrte haben eine Statistik gemacht. Während der 299 Jahre von 1661 (dem 17. Amtsjahr des Qing-Kaisers Shunzhi), in dem der 5. Dalai Lama mitregierte, bis 1959, in dem der 14. Dalai Lama nach Indien flüchtete, haben der 5. bis 14. Dalai Lama nur 77 Jahre selbst regiert. 222 Jahre lang haben die anderen hochgebildeten Mönche den Dalai Lama ersetzt und die irdisch administrative Macht durchgesetzt.

Während des Zeitraums, in dem der Dalai Lama wegen seines jungen Alters nicht selbst regieren konnte, wählte die Zentralregierung einen hochgebildeten Mönch aus, der Einflüsse in Tibet hatte. Er übte als Regent die Befugnisse des Dalai Lama aus. Die Macht des Regenten hatte eine „Sicherheitsperiode“. Falls der Dalai Lama selbst die Regierung übernehmen konnte, musste der Regent die höchste Macht abgeben. Deswegen waren die Machtkonflikte zwischen den tibetischen Oberschichtgruppen sehr heftig. Der kleine Dalai Lama befand sich im Zentrum des Wirbels und wurde natürlich das Opfer der politischen Konflikte.

 
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