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Scharfe Auseinandersetzung unter den Politikern im Umfeld des Dalai Lama
    Datum:2016-03-10 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Laut einem Bericht norwegischer Medien hat die  tibetische Exilregierung eine Kandidatenliste zur Wahl des Kalon Tripas (tib. Ministerpräsident) veröffentlicht. Auf dieser Liste stehen allerdings nur zwei Kandidaten. Ein Politiker, dessen Name es nicht auf die Kandidatenliste geschafft hatte,  gab sofort eine Pressekonferenz, um die Wahlen der Exiltibeter zu kritisieren. Der Politiker warf den Organisatoren vor, dass die Wahl nur ein Machtspiel zwischen verschiedenen Interessengruppen sei. Die Wahlkommission sei die Ursache des Problems. Nach Meinung von Experten mache die Situation deutlich, dass die Konflikte Innerhalb der Gruppe um den Dalai Lama immer schärfer würden. Auch die Konflikte der verschiedenen Interessengruppen der Exiltibeter würden immer offensichtlicher.

Der innerste Zirkel der Macht besteht schon seit langer Zeit aus dem Dalai Lama und seiner Familie. Der Dalai Lama hat 6 Geschwister, Fünf davon sind oder waren bisher Kalon (Tibetisch: Minister) der Exilregierung. Der zweite Bruder (US-Staatsangehöriger) des Dalai Lama war Außenmininster, der dritte Bruder (ebenfalls US-Staatsangehöriger)  Direktor des Gesundheitsministeriums und seine Frau arbeitete auch in diesem Ministerium. Eine jüngere Schwester des Dalai Lama hatte, nachdem dessen ältere Schwester gestorben war, das Bildungsministerium übernommen, der jüngere Bruder war Privatsekretär des Dalai Lama, seine Frau ab 1993 Innenministerin. Der Mann der älteren Schwester des Dalai Lama arbeitete als Direktor im Ministerium für Sicherheit. Die Exilregierung wurde aus dieser Situation heraus gegründet, weswegen mit der Zeit Zweifel an der angeblichen „Demokratie“, als welche die Exilregierung sich bezeichnet, in Zweifel gezogen wurde. Um sich bei den westlichen Ländern beliebt zu machen, hat die Gruppe um den Dalai Lama so getan, als ob die Wahlen der Exilregierung demokratisch sind. Dieses Vorgehen wird von vielen Tibetern kritisiert. Einige Gruppen, die nicht die Interessen des Dalai Lama vertreten, wurden nach und nach aus den wichtigsten Machtbereichen verdrängt. Die Stimmen der Kritiker wurden immer mehr – und sie werden immer lauter. Obwohl der Ruf des Dalai Lamas noch nicht beschädigt ist, gibt es immer mehr Interessengruppen, deren Meinung von der des Dalai Lama abweicht. Die Exiltibeter scheinen immer unkontrollierbarer zu werden. Die Wahlen wurden von Anfang an als ungerecht und intransparent kritisiert, und zwar sowohl vom Prozess als auch von der Auswahl der Kandidaten her.

Eine Exiltibeter-Gruppe hat die Situation in einem offenen Briefkritisiert: "Gemäß der neuen Regelung haben wir keine gerechte Plattform und auch nicht genug finanzielle Unterstützung. Die Wahl ist für uns wie ein Kampf, bei dem uns unsere Arme auf dem Rücken zusammengebunden wurden", heißt es in dem Brief.

Aus Protest gegen die ungerechte Vorauswahl, die ungerechte Behandlung seiner Person und die Klüngelei der Eliten hat ein Politiker der Exilregierung im Januar in Indien Selbstmord begangen.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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